Liebesbriefe ans Leben. Mein Hamburg.

Das ist Hamburg. Mein Hamburg. In den ersten Morgen von 2001 und in den Nächten von 2008/2009.

Morgens um halb acht im Schneetreiben mit dem Flugzeug landen. Die Stadt noch kaum kennen. Raus aus dem Flughafen, rein in die Stadt und mit dem kleinen Rollkoffer die ersten Spuren in den frischen Schnee ziehen. Über den Rathausmarkt laufen, nur vereinzelt Menschen die auch ihre Spuren hinterlassen. Warten, bis die Stadt erwacht. Bis die ersten Cafés öffnen, bis die Deichtorhallen ihre Tore zur Kultur aufschwingen. Dann in der Kunst im dunklen Raum einer Videoinstallation einschlafen und nach einer Stunde wieder aufwachen.

In einer Bar bei Morgendämmerung stranden und noch einen Boxkampf flimmern sehen. Rausgebeten werden und zum Fischmarkt straucheln. Einen Sack frische Krabbe
n kaufen, in die U3, U1 und ab in die Wohnung die irgendwann meine sein wird.

Nach halb elf nachts das Krachen von einem Feuerwerk hören, es gerade so oder gerade nicht sehen. Und wenig später das Tuten eines großen Schiffes beim Auslaufen hören. Weit weg vom Hafen aber nicht weit genug weg von der Sehnsucht.

Menschen kennen lernen, die neugierig sind. Die sich ihre Albernheiten bewahrt haben und lachen können. Die genauso tief und nachdenklich sein können. Menschen, die in kleinen Dingen das Große sehen. Die einfach da sind. Menschen, die das Leben kennen und es trotz seiner Achterbahnfahrten lieben. hamburgsued

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One Response to “Liebesbriefe ans Leben. Mein Hamburg.”

  1. marksu sagt:

    oh wie schön!

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