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Beflügelt: Die Post vor Weihnachten.

Freitag, November 11th, 2011

Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt ist nahezu fertig aufgebaut. Einzig Dekoschnee, ein paar Engel und Rentiere und “Ho Ho Ho” fehlen noch. Und die Tannenbäume müssen noch vom Stapel gelassen und aus ihren Netzen geschnitten werden.
Die Kaufhäuser haben schon auf Weihnachtstüten umgestellt und auch der ein oder andere Dekoweihnachtsbaum lungert schon in der Ecke rum. In den Büros werden Termine für die Weihnachtsfeier geblockt.

Zeit auch schon, sich Gedanken über die WEIHNACHTSKARTEN zu machen. Und da kann ich nur eins sagen – und ich darf das, schließlich bin ich ein Christkind – Leute, Hände weg von den Standard-Karten, die jeder Weihnachtskartenkatalog jedes Jahr zeigt nur mit anderer Jahreszahl.
Was ist Weihnachten? Alle reflektieren und werden sentimental. Und viele kommen wenigstens einmal im Jahr – und zwar um Weihnachten rum – auf die Idee, Danke zu sagen.

Meine Empfehlung: Sich Zeit nehmen. Gedanken machen. Ideen aufschreiben. Und dann keine perfekte, aber eine persönliche Weihnachtskarte rausschicken.

So wie unser Mafia-Ole letztes Weihnachten. Kein perfekter Weihnachtsbaum, aber unser persönlicher.

Liebesbriefe ans Leben. Mein Hamburg.

Mittwoch, Oktober 7th, 2009

Das ist Hamburg. Mein Hamburg. In den ersten Morgen von 2001 und in den Nächten von 2008/2009.

Morgens um halb acht im Schneetreiben mit dem Flugzeug landen. Die Stadt noch kaum kennen. Raus aus dem Flughafen, rein in die Stadt und mit dem kleinen Rollkoffer die ersten Spuren in den frischen Schnee ziehen. Über den Rathausmarkt laufen, nur vereinzelt Menschen die auch ihre Spuren hinterlassen. Warten, bis die Stadt erwacht. Bis die ersten Cafés öffnen, bis die Deichtorhallen ihre Tore zur Kultur aufschwingen. Dann in der Kunst im dunklen Raum einer Videoinstallation einschlafen und nach einer Stunde wieder aufwachen.

In einer Bar bei Morgendämmerung stranden und noch einen Boxkampf flimmern sehen. Rausgebeten werden und zum Fischmarkt straucheln. Einen Sack frische Krabbe
n kaufen, in die U3, U1 und ab in die Wohnung die irgendwann meine sein wird.

Nach halb elf nachts das Krachen von einem Feuerwerk hören, es gerade so oder gerade nicht sehen. Und wenig später das Tuten eines großen Schiffes beim Auslaufen hören. Weit weg vom Hafen aber nicht weit genug weg von der Sehnsucht.

Menschen kennen lernen, die neugierig sind. Die sich ihre Albernheiten bewahrt haben und lachen können. Die genauso tief und nachdenklich sein können. Menschen, die in kleinen Dingen das Große sehen. Die einfach da sind. Menschen, die das Leben kennen und es trotz seiner Achterbahnfahrten lieben. hamburgsued